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Die Historie der Kaltblutzucht im Raum Emsland/ Grafschaft Bentheim
Aus der Gründerzeit - Ursprünge der Kaltblutzucht
Im Jahre 1921 gründeten Landwirte aus der Umgebung von Freren die Hengsthaltungs-Genossenschaft Freren und stellten 2 Kaltbluthengste auf. Da dem Antrag der Genossenschaft auf eine staatliche Körung der Hengste nicht entsprochen werden konnte, wurde ein Hengst wieder abgeschafft. Der andere Hengst wurde in Westfalen unweit des niedersächsischen Gebietes aufgestellt, so dass die Züchter aus dem Emsland ihre Stuten diesem Hengst zuführen konnten. Trotz eines Körverbotes für Kaltbluthengste im Emsland und in der Grafschaft Bentheim nahm die Zahl der Kaltblutpferde von Jahr zu Jahr erheblich zu. Die Kaltblutzüchter nutzten für die Bedeckungen Hengste in Westfalen und in Holland. Da die Kaltblutzucht damals rentabel war, wurden auch vielfach Stuten und Fohlen aus anderen Gebieten angekauft.
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Aufgrund der großen Nachfrage nach Kaltblutpferden wurden die Züchter aus dem Raum Lingen und aus der Grafschaft Bentheim erneut bei der Landwirtschaftskammer vorstellig, um die Zulassung der Kaltblutzucht zu erreichen. Aus Veranlassung der Landwirtschaftskammer fand am 7. September 1929 eine Besichtigung von Kaltblutpferden durch eine Kommission aus Vertretern der Landwirtschaftskkammer, des zuständigen preussischen Landgestüts und des Landwirtschaftlichen Hauptvereins Arenberg-Meppen statt. Insgesamt 419 Pferde konnte die Kommission als kaltblütig anerkennen, woraus man auf das große Interesse an der Kaltblutzucht schließen kann.
Am 4. November 1929 fand daraufhin die Gründungsversammlung des Kaltblutzuchtvereins Emsland in Lingen statt. Erster Vorsitzender des Kaltblutzuchtvereins Emsland wurde Heinrich Els aus Freren-Andervenne.
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